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Erster Zwischenstand

28. Juli 2009

Der Knirps ist 5 Monate und 19 Tage alt.

Nun sind es ja schon ein paar Wochen, seit der Knirps zum ersten Mal etwas zu Essen nach dem „baby led weaning“-Prinzip bekam. Und es funktioniert wunderbar, muss ich sagen.

Dabei ist wichtig zu wissen, was „funktioniert“ für mich bedeutet. Es bedeutet nämlich nicht, dass der Knirps mehr als ein paar unwesentliche Brösel verzehrt. Es bedeutet auch nicht, dass sich am mindestens alle zwei Stunden Stillen irgendetwas geändert hätte. Für mich bedeutet es: er hat Spaß daran, mit Essen zu experimentieren, und er hat offensichtlich verstanden, was man mit dem Zeug machen kann. Er lernt täglich sichtbar dazu, was das Greifen und Schlucken angeht (dazu andersmal mehr). Er zeigt, was ihm schmeckt und was nicht und hat bisher auf nichts davon in irgendeiner Weise negativ reagiert, also keine Verdauungsprobleme oder Allergien. Zusammengenommen ist all das genau, was ich mir als Optimalfall gewünscht hätte. Aber selbst, wenn das nicht alles so glatt laufen würde, wäre es noch längst kein Weltuntergang. Wir hatten von Anfang an gesagt: wenn er mit der Karotte/Kartoffel nichts anfangen kann, dann lassen wir es eben erst mal sein. Und wenn er nichts isst, sondern wochenlang nur damit spielt, dann ist das auch völlig in Ordnung. Genau genommen ist also der momentane Zustand mehr, als ich hätte erwarten können – besonders in diesem Alter.

Und was isst er nun? Ich gebe zu, ich bin mit den Einzel-Nahrungsmittel-Artikeln gnadenlos hintendran. Bisher hat er probiert:

Kartoffel, Karotte, Pizzabrot, Babyzwieback, Reiswaffel, Zucchini, Gurke, Aprikose, Brokkoli, Melone, Paprika, Kohlrabi, Banane. Was habe ich vergessen?

Bis auf die Reiswaffel, die Gurke und die Aprikose hat er auch von allem etwas gegessen, wie man hin und wieder am Windelinhalt deutlich sehen kann. Mal mehr, mal weniger. Aber es geht ja wie schon erwähnt momentan überhaupt nicht darum, wie viel er wirklich isst. Ich finde spannend, dass er so viele unterschiedliche Geschmacksrichtungen sofort bereitwillig akzeptiert. Und dass er seine Fertigkeiten langsam verbessert.

Noch haben wir übrigens keine feste Routine, das heißt, wenn gerade ein geeignetes Obst oder Gemüse da ist, dann bekommt er etwas, sonst eben nicht. Manchmal haben wir eine extra Karotte für ihn gemacht, während wir etwas ganz anderes gegessen haben, und manchmal hat er einfach eine von unseren ohne Salz gekochten Nudeln bekommen. Irgendwann jetzt möchte ich aber damit beginnen, ihm wenigstens zu den drei Hauptmahlzeiten auch wirklich immer etwas anzubieten. Bequem ist es übrigens auch: er sitzt bei einem von uns auf dem Schoß und nuckelt an seinem Gemüse, während wir ganz entspannt unser Essen genießen können. Was will man mehr?

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3 Kommentare leave one →
  1. 30. Juli 2009 8:07 pm

    oh spannend Dein Blog. Mein Sohn ist gute 6 Monate alt und ich habe vor 2 Wochen mit der Beikost angefangen. Das Baby led weaning Prinzip kenne ich gar nicht. Was steckt denn dahinter?

    Wir machen es so: Nach der Eingewöhnungsphase von 3 Wochen (Woche 1-3 das gleiche Gemüse, ab Woche 2 mit Kartoffel gemixt und ab Woche 3 ein Schuss öl dazu, damit es besser flutscht ;-). Danach dann jede Woche ein neues Gemüse. Und irgendwann dann Obst, Getreide, Fleisch usw.

    Ich hab mit Kohlrabi angefangen und das mag der Kleine.

    Viel Spaß noch
    Gruß
    Anja

    • 30. Juli 2009 9:21 pm

      Hallo!
      Was das „baby led weaning“-Prinzip ist, um das es hier geht, findest Du rechts oben unter „was?“ oder unter den „16 Regeln“. Wir pürieren nicht und geben nichts, sondern unser Knirps isst alleine – das, was wir ihm hinlegen und was er essen mag und schon kann. Kein Brei, keine Gläschen, kein Füttern. 🙂

  2. 6. August 2009 9:49 am

    Ich glaube meine Schwiegermutter wuerde n Anfall bekommen, wenn sie euch beim Essen zu sehen wuerde …
    ich dagegen finde es total spannend, wie du sein EssVerhalten beschreibst
    und interessant ist es allemal und warum soll das mit der Beikost nicht aehnlich ‚einfach‘ zu haendeln sein wie das Stillen …

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