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16 Regeln

Gill Rapley hat mir freundlicherweise gestattet, die von ihr formulierten „DOs and DON’Ts“ für dieses Blog auf Deutsch zu übersetzen. Hier also:

  1. Biete Deinem Baby die Gelegenheit, an allen Familienmahlzeiten teilzunehmen. Du kannst damit beginnen, sobald es Interesse daran zeigt. Es ist allerdings unwahrscheinlich, dass es vor Ende des sechsten Lebensmonats in der Lage ist, sich selbst etwas von dem Essen in den Mund zu stecken.
  2. Dein Baby muss sich immer in einer aufrechten Position befinden, wenn es mit Essen experimentiert. Anfangs kannst Du es mit Gesicht zum Tisch auf Deinen Schoß setzen. Sobald es von der Entwicklung her in der Lage ist, Essen selbst in die Hand zu nehmen, wird es vermutlich auch bald im Hochstuhl sitzen können.
  3. Beginne mit Nahrungsmitteln in der Größe einer Babyfaust, die in Stiftform geschnitten sind (d.h. mit einem „Griff“). Soweit möglich und für das Kind geeignet, biete ihm dieselben Nahrungsmittel an, die alle anderen essen, damit es sich nicht ausgeschlossen fühlt.
  4. Biete eine breite Palette von Lebensmitteln an. Es besteht kein Grund, seine Erfahrungen in dieser Hinsicht einzuschränken.
  5. Dränge Dein Baby nicht. Es bestimmt die Geschwindigkeit selbst, mit der es isst und probiert. Lasse Dich vor allem nicht dazu hinreißen, ihm als vermeintliche „Hilfe“ Essen in den Mund zu stecken.
  6. Erwarte nicht, dass das Baby von Anfang an auch tatsächlich etwas isst. Sobald es entdeckt hat, dass dieses neue „Spielzeug“ nach etwas schmeckt und essbar ist, wird es beginnen zu kauen und zu schlucken.
  7. Erwarte besonders von einem jüngeren Baby nicht, dass es die angebotenen Stücke vollständig aufisst. Denke daran, dass sie erst noch lernen müssen, auch an Essen zu gelangen, das sich in der Faust befindet.
  8. Wenn das Baby ein Nahrungsmittel ablehnt, versuche es zu einem anderen Zeitpunkt nochmal. Oft schmeckt ihnen später, was sie ursprünglich abgelehnt hatten.
  9. Lasse Dein Baby beim Essen niemals alleine.
  10. Biete keine Lebensmittel an, die für das Baby eine Gefahr darstellen, wie etwa Erdnüsse.
  11. Biete kein Essen an, das zusätzliches Salz oder Zucker enthält, insbesondere keine Fertiggerichte oder Fast Food.
  12. Biete Wasser in einer Tasse an, aber erwarte nicht, dass das Baby auch Interesse daran zeigt. Insbesondere gestillte Kinder werden noch für einige Zeit ihren kompletten Flüssigkeitsbedarf über die Muttermilch decken.
  13. Bereite Dich auf das Chaos vor. Eine saubere Plastikunterlage unter dem Hochstuhl schützt den Boden und erleichtert das Saubermachen. Außerdem hat man so die Möglichkeit, heruntergefallenes Essen wieder anzubieten, so dass weniger verschwendet wird. Du wirst jedoch positiv überrascht sein, wie schnell das Baby lernt, einigermaßen sauber und ordentlich zu essen!
  14. Stille Dein Baby weiterhin nach Bedarf, wann und solange es will. Erwarte eine Veränderung bei den Stillmahlzeiten erst dann, wenn es größere Mengen fester Nahrung isst.
  15. Sollten in Deiner Familie Lebensmittelallergien oder Verdauungsprobleme bekannt sein, spreche zuerst mit Deinem Kinderarzt oder anderen Fachleuten, bevor Du mit der Beikost beginnst.
  16. Genieße es, Deinem Kind dabei zuzusehen, wie es sein Essen entdeckt – und wie es nebenbei ganz neue Fähigkeiten mit Fingern und Mund entwickelt!
12 Kommentare leave one →
  1. 27. Juli 2009 9:05 am

    *schon mal in die Fav schieb*
    ;D

  2. 2. Dezember 2011 9:54 pm

    Supa, danke für die tolle Seite,
    nach drei Versuchen Breikost einzuführen haben wir heute (mit beinahe 8 Monaten) unsere erste Banane am Stück verdrückt 🙂
    War ne riesen Sauerei aber es fühlte sich stimmig an…

  3. 31. März 2012 8:45 pm

    Danke für diese Tipps! Nach vielen nahezu erfolglosen Versuchen mit Brei, futtert meine Kleine (6 Monate) nun begeistert Broccoli und Apfelstücke aus der eigenen Faust. 🙂

  4. Scholline permalink
    27. April 2012 6:07 am

    DANKE! Bestärkt uns noch mehr. Wir bieten unserer Tochter seit Einführung der Beikost im 7. Monat nur Fingerfood an – und zwar genau von dem, was auch wir essen (allerdings salzfrei). Dann, wenn wir essen. Sie nimmt mit Begeisterung an den Familienmahlzeiten teil und es ist eine Freude, ihr dabei zuzusehen. Und der Boden unterm Hochstuhl…ja mei…! 🙂 Heute ist sie 10 Monate. Sie wird auch noch gestillt.

  5. georginagina permalink
    4. Mai 2012 9:50 pm

    hallo!
    hab auch gerade angefangen mein baby zu füttern aber ich trau mich irgendwie nicht ihn wirklich essen zu lassen aus angst er könnte sich ersticken, deswegen geb ich ihn immer harte sachen o so aber da bekommt er ja nix runter also bringts ja eig nix.er ist jetz 6 monate in 2 wochen.
    wollt einmal fragen wie das bei euch am anfang war u ob es bei euch zu gröberen zwischenfällen gekommen ist.lg

  6. 10. April 2013 6:15 pm

    Sehr schöne Seite…..

    Hab soeben auch etwas über Bel geschrieben.
    Schaut doch mal rein 😉

    http://prinzessinwunderlich.blogspot.de/2013/04/der-breiverweigerer.html

  7. Elisa Just permalink
    7. September 2013 8:47 pm

    Eine Sache wird hier nie angesprochen, bzw habe ich darüber noch nichts gelesen.
    Vllt bin ich zu ängstlich, aber was ist mit der Gefahr, dass meinem Kind etwas im Hals stecken bleibt?
    Ich beschäftige mich seit 2 Tagen mit dem BWL und habe gemerkt, dass ich es eh schon ein bissche so mache. Aber gerade heute hat sie unerwartet ein Stück Apfel im Mund gehabt, was mich irgendwie ängstlich macht.

  8. chris permalink
    28. Januar 2015 10:26 pm

    Unter 3. Ist die Thematik ‚Verschlucken‘ sehr schön erläutert.
    http://www.baby-led-weaning.de/wissen/richtlinien-blw/
    Habt nicht so viel Angst.
    Ich hätte es bei Brei viel mehr. Da haben die Lütten nämlich keine Chance wenn sie sich verschlucken. Bei festen Dingen gibt es ja eine ‚Angriffsfläche‘ um es wieder hoch zu holen.
    Aber richtig böse verschluckt hat sich meiner beim Essen noch nie. Gewürgt ja, aber eben immer vor dem Verschlucken.
    Mittlerweile hat er den Dreh gut raus und spuckt alles aus was nicht zu schlucken geht.

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